Umweltschutz und Lebensmittelsicherheit - Herausforderungen der kommenden Periode

Unsere Ökosysteme stärken, ressourcenschonend wirtschaften und  die Gesundheit unserer Mitbürger schützen  ̶  das sind die Anliegen der europäischen Umweltpolitik. Umweltschutz wird hier groß geschrieben: die europäischen Umweltgesetze gehören zu den strengsten der Welt. Die Eindämmung des Klimawandels, der Einsatz erneuerbarer Energien, der Schutz der Artenvielfalt oder des Wassers sind die Voraussetzungen eines funktionierenden Lebensraums. Faktoren wie globale Erwärmung, Urbanisierung oder Bevölkerungswachstum drohen diesen Lebensraum aus dem Gleichgewicht zu bringen. Es ist daher unsere Aufgabe,  unseren Lebensstil den verfügbaren  Ressourcen anzupassen.

Im europäischen Parlament beschäftigt sich der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit mit diesen Themen. Er prüft seit dem Lissabon-Vertrag entsprechende Gesetzesvorschläge der Kommission auf Herz und Nieren, bevor mit dem Rat der Europäischen Union eine endgültige Fassung ausgearbeitet wird.

Außer der Umwelt- und Gesundheitspolitik sind auch Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz wesentliche Bereiche des Umweltauschusses. Die nachhaltige und ressourceneffiziente Erzeugung von Lebensmitteln sowie die Gewährleistung sicherer und qualitativ hochwertiger Produkte ist im Zeitalter der Globalisierung keine Selbstverständlichkeit. Die EU-Gesetzgebung soll dafür sorgen, dass die Produktionskette der Nahrungsmittel vom Erzeuger bis zum Verbraucher lückenlos nachvollziehbar ist, auch wenn EU-Binnengrenzen überschritten werden. Dadurch werden freier Handel und eine reiche Auswahl an Nahrungsmitteln sichergestellt.

Als EVP-Sprecherin für Lebensmittelsicherheit setze ich mich für hohe Standards bei unserer Lebensmittelproduktion in der EU ein. Besonders die ehrliche, kompromisslose Kennzeichnung von Lebensmitteln ist mir ein Anliegen. Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen sich genau darüber informieren können, was sie kaufen, woher ihre Lebensmittel stammen und wie sie erzeugt wurden. Vor allem bei tierischen Produkten trete ich daher für eine detaillierte Herkunftsetikettierung ein.

Gentechnik ist ein weiterer Fokus meiner Arbeit:  Ich spreche mich vehement für das Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedstaaten im Anbau genetisch veränderter Pflanzen aus - diese haben auf unseren Feldern nichts verloren! Außerdem setze ich mich im Umweltausschuss für eine einheitliche europäische Forststrategie ein. Die (regional-)wirtschaftliche Bedeutung der Waldbewirtschaftung muss dringend hervorgehoben werden. Auch Gewässerschutz und Biodiversität sind Schwerpunkte meiner Arbeit.

Umweltschutz kann jedenfalls nur gesamtheitlich funktionieren und muss deshalb in Einklang mit anderen relevanten Politikfeldern, wie etwa Regional-, Landwirtschafts- oder Wirtschaftspolitik, gebracht werden. Gerade letztere ist essenziell, um den in der Umweltpolitik so relevanten externen Kosten Rechnung zu tragen:  Umwelt und Wirtschaft dürfen sich nicht ausschließen. Aus diesem Grund setze ich mich für die ökosoziale Marktwirtschaft ein, die für eine Balance zwischen sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit steht. Meine Priorität ist es, kurz gesagt, Umweltschutz rentabler zu machen als Umweltverschmutzung.

Nur wenn es der Umwelt gut geht, geht es auch uns gut. Wir tragen die Verantwortung dafür, unsere Umwelt und Natur zu schützen und zu erhalten, damit auch unsere Nachkommen noch von ihr profitieren können.