Köstinger: Drei klare Konsequenzen aus Autoabgas-Untersuchungsausschuss

04.April 2017

Zentrale EU-Kfz-Typengenehmigung, Abgastests unter Straßenbedingungen, besserer Konsumentenschutz

Straßburg, 4. April 2017 (ÖVP-PD) "Drei klare Konsequenzen" will die Umweltsprecherin der ÖVP, Elisabeth Köstinger, aus der Arbeit des Autoabgas-Untersuchungsausschusses im Europäischen Parlament ziehen. "Kfz-Typengenehmigungen müssen in einer gemeinsamen europäischen Zulassungsbehörde erteilt werden. Abgastests müssen überall unter reellen Straßenbedingungen durchgeführt werden. Der Konsumentenschutz beim Autokauf muss verbessert werden", fordert Köstinger.

Heute beschließt das Europäische Parlament den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses, der nach dem sogenannten Volkswagenskandal eingerichtet worden war.

"Die Unterschiede zwischen Labortests und Straßentests waren seit Jahren bekannt. Europa braucht klare Verhältnisse und Standards bei den Messungen der Abgase. Das derzeit bestehende System hat den Skandal überhaupt erst möglich gemacht", so die ÖVP-Politikerin.

Besonders wichtig ist Köstinger die Vereinheitlichung der Typengenehmigungen und Erstzulassungen von neuen Fahrzeugen in der EU, bevor sie von den Autoherstellern auf den Markt gebracht werden. "Das bringt der Umwelt mehr als eine Erhöhung der Steuern auf Diesel, die zu kurz greift und am Problem vorbei geht. Das bisherige System hat versagt und führt zu 'Zulassungsshopping' und einer Abwärtsspirale für Gesundheit, Umwelt und Konsumenten", so die Europaabgeordnete.

Der Skandal habe auch die Unterschiede im Konsumentenschutz zwischen Europa und den USA deutlich gemacht. "Hier muss nachgebessert werden. Es kann nicht sein, dass europäische Konsumenten, die ein Auto mit Schummeltechnik gekauft haben, weniger Rechte als amerikanische Konsumenten haben, die das gleiche Auto fahren. Amerikanische Kunden bekommen Entschädigungen und Ersatzteile. Europäische Kunden schauen durch die Finger. Das geht nicht", betont Köstinger.