Köstinger: Bäuerliche Familienbetriebe müssen die künftige EU-Agrarpolitik bestimmen

02.Februar 2017

Ab 2020 soll europäische Landwirtschaftspolitik neu ausgerichtet werden / Kommissar Hogan startet umfassendes Konsultationsverfahren
Brüssel, 2. Februar 2017 (ÖVP-PD) Die Landwirtschaftssprecherin der ÖVP im Europäischen Parlament, Elisabeth Köstinger, ruft die österreichischen Bäuerinnen und Bauern auf, aktiv Vorschläge für die Neuausrichtung der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik zu machen.
EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat heute ein 12 Wochen langes Konsultationsverfahren eröffnet, bei dem speziell die Erfahrungen der Produzenten gefragt sind. "Es ist Zeit, zu handeln. Die künftige Landwirtschaftspolitik muss eine ökosoziale Handschrift tragen und das geht nur, wenn die bäuerlichen Familienbetriebe aktiv werden", so die Europaabgeordnete.

"Es geht um zukunftsweisende Fragen. Wie können wir die Existenz unsere Familienbetriebe absichern? Welche Qualität werden unsere Lebensmittel in Zukunft haben? Wie positionieren wir unsere bäuerliche Landwirtschaft im immer stärker werdenden Wettbewerb?", so Köstinger. "Die Zukunft der Europäischen Agrarpolitik hängt von der Expertise aus der bäuerlichen Praxis ab. Theoretikern und Schreibtischtätern dürfen wir dieses Feld keinesfalls überlassen."
"Ganz zentral wird für mich in Zukunft die Frage der Rolle der Bäuerinnen und Bauern entlang der Lebensmittelkette sein. Der Status quo bedeutet jedenfalls eine reine Gewinnmaximierung von Handelskonzernen und unterstützt Einheitslebensmittel. Unsere Landwirtschaft steht für Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation. Diese drei Säulen müssen auch der Trumpf der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik ab 2020 werden" so die Agrarpolitikerin.